Bei SSDs reicht klassisches Überschreiben nicht zuverlässig, weil der Controller die Daten intern verteilt und Reservebereiche nutzt. Der richtige Weg ist der eingebaute Sanitize-Befehl, den viele SATA- und NVMe-SSDs unterstützen, oder Crypto Erase bei Laufwerken, die alle Daten verschlüsseln. Das ältere ATA Secure Erase gilt bei SSDs nur als Clear.
Für Laptops, Desktops und Server gibt es spezialisierte Löschsoftware. Kostenlose Versionen sind oft eingeschränkt, etwa bei Kapazität, Geschwindigkeit, Löschverfahren oder Löschprotokoll, und häufig nur für die private Nutzung freigegeben. Rechnen Sie den Zeitaufwand durch: Bei 30 MB/s dauert ein Durchlauf für eine 2-TB-Festplatte rund 18,5 Stunden. Wer regelmäßig löscht, fährt mit einer Lizenz besser, die mehrere Platten gleichzeitig löscht und sich an beliebig vielen Geräten nutzen lässt. Dann müssen Sie die Datenträger auch nicht ausbauen.